(Red.) Linz, Salzburg, Auerbach, St. Pölten, Vatikanstadt, Bamberg, Würzburg...
Wer erinnert sich noch? Schon 2003 ging der Auerbacher Klosterskandal zu Ende. Auf Verfügung von Papst Johannes Paul II., der dem Engelwerk schon 1992 enge Grenzen setzen ließ, mussten einige Königgrätzer Schulschwestern aus der Engelwerk-Nachwuchsorganisation Katholische Pfadfinderschaft Europas das Kloster, auf Verfügung des Bayrischen Kultusministeriums auch die Realschule Auerbach in der Oberpfalz verlassen. Aufatmen bei Eltern und SchülerInnen war angesagt.
Kleine Zwischenbemerkung: Auch die Gründerin unserer Initiative, Marianne Poppenwimmer, hatte seinerzeit zur Aufklärung und letztlich Lösung des Falls, der 2001 mit einer scheinbar geringfügigen Sachbeschädigung an Biologielehrbüchern bergonnen hatte, beigetragen.
Wie aber rezipierte die engelwerk-nahe Website kath.net den Fall? Nun... wie erwartet.
Der damalige Salzburger Erzbischof Georg Eder, der nach eigenen Angaben "gute Erfahrungen" mit der Sekte zugab, verglich die damalige Kultusministerin Monika Hohlmeier (CSU), Tochter von Franz-Josef Strauß, doch glatt mit dem Naziregime - wegen der Durchsetzung eines demokratisch beschlossenen Lehrplans. Natürlich war auch das neurechte, rechtskatholische und spätestens seit 2025 neofranquistische Kampfblatt Die Tagespost mit im Spiel. Schwachsinn ist eben grenzenlos.
Und der gleichfalls auf kath.net veröffentlichte Text des (wie kath.net) in Linz ansässigen Weihbischofs Andreas Laun fiel nur geringfügig moderater aus. Um es kurz zu machen: Ein aufgeklärtes Kind pubertiert auch nicht früher als ein unaufgeklärtes, aber es weiß wenigstens, dass es Kinderficker -auch wenn´s der Pfarrer oder Religionslehrer ist- bei der Polizei melden sollte und nicht beim Bischof, der den Täter schlimmstenfalls vorwarnt und die Tat vertuscht.
Nachtarock? Klar. Einige der in Auerbach geschassten Nonnen ließen sich, unter dem neuen Namen Dienerinnen der Immaculata, in Österreich nieder - ausgerechnet beim, Sie hatten es ja gelesen, engelwerk-erfahrenen Erzbischof Eder und beim Engelwerk-Mitglied sowie damaligen Bischof von St. Pölten, Kurt Krenn, der erst 2004 seinen Hut nehmen musste. Ein Narr, wer Böses dabei denkt?
Nein.
Wir werden die genannten Medien und Gruppen auch künftig im Auge behalten...
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